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Die Stadt Senigallia

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Die Stadt Senigallia

Die Stadt Senigallia

Senigallia ist ein moderner Badeort mit ca. 50.000 Einwohnern. Die Stadt bietet ihren Gästen Sporteinrichtungen aller Art, einen touristisch nutzbaren Hafen mit 300 Anlegestellen und 13 km Sandstrände am Rande der lieblichen Hügel, die viele Male in den Fotografien des Fotokünstlers Mario Giacomelli verewigt sind.

Die Stadt wurde 2000 v. Chr. Von den Liburnern gegründet. Der Name der Stadt geht auf die Gallier (die auf die Etrusker folgten) zurück, die der Ortschaft um 400 v. Chr. den Namen „Sena“ gaben. Nachdem die Römer die Gallier besiegt hatten, benannten Sie die Gegen um 290 n. Chr. in „Sena-gallica“ um. Unter der Herrschaft von Karl dem Großen geriet die Stadt unter die Herrschaft der Kirche und 1106 wurde sie zur freien Gemeinde. Von 1474 bis 1631 herrschte das Geschlecht der Della Rovere über die Stadt. Der Hafen von Senigallia wurde zum Handelszentrum des Herzogtums von Urbino. N 1631 das Geschlecht der Della Rovere ausstarb, fiel Urbino an den Kirchenstaat und der Hafen von Senigallia wurde zum Handelszentrum von eben diesem.

Das kommerzielle Zentrum der Stadt ist die berühmte Handelsmesse „Fiera della Maddalena“, die zwischen Mitte des 7. und 8. Jahrhunderts, begünstigt durch ihre Zollbefreiung, höchste Bedeutung gewann. Über 50.000 Personen, darunter Levantiner, Mittel- und Norditaliener und Mitteleuropäer, nahmen teil. Dieser Ruhm spiegelt sich auch darin, dass der berühmte Komödiendichter und Librettist Carlo Goldoni im Jahr 1760 eine seiner Musikkommödien „La Fiera di Sinigaglia“ benannte und die Handlung in Senigallia spielen ließ.

Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt von Napoleon Bonaparte besetzt und 1815 wurde Sie von den Österreichern wieder unter die Herrschaft des Kirchenstaats gebracht. Senigallia schloss sich der Bewegung des Risorgimento an und wurde 1861 ein Teil des italienischen Reiches. 1915 wurde die Stadt von der österreichischen Flotte mit Bomben beschossen.
Im Jahr 1944 wurde Senigallia schließlich durch die Alliierten von sich auf dem Rückzug befindenden deutschen Truppen befreit. In der Nachkriegszeit wurde dann die Handels- und Produktionstätigkeit wieder aufgenommen. Insbesondere der Tourismus entwickelt sich zum wichtigsten Sektor. Auf der Piazza del Duca befinden sich der Brunnen „Fontana dei Leoni“ aus dem Jahr 1596 und die gewaltige Festung „Rocca Roveresca“ (1480), die von Baccio Pontelli für Giovanni della Rovere entworfen wurde. Ebenfalls auf dem Platz befindet sich der Palazzo del Duca, der Sitz der Herzöge aus dem 16. Jahrhundert und der Palazzo Baviera aus dem 15. Jahrhundert. Besonders interessant sind auch das neoklassizistische Forum Annonario aus dem 19. Jahrhundert und die Arkadenanlage „Portici Ercolani“ aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, die am Fluss Misa entlang verläuft.



Der Palazzo Mastai aus dem 16. Jahrhundert liegt hinter dem Palazzo Comunale und beherbergt ein Museum, das Pabst Pius IX. gewidmet ist. Dieser wurde hier 1792 geboren. Wenn man von der Piazza Roma aus nach links in die Via Fagnani schaut, erblickt man die elegante Fassade der Chiesa della Croce (Kreuzkirche). Die Diözesan-Pinakothek befindet sich auf der Piazza Garibaldi neben dem Dom. Drei Kilometer entfernt, auf dem Hügel wo auch der Friedhof liegt, erhebt sich die Renaissance-Kirche Santa Maria della Grazie aus dem Jahr 1491. Im Inneren findet sich eine Darstellung der Madonna und der Heiligen von Perugino (1489).
Das anliegende Kloster hat zwei elegante Kreuzgänge und ist Sitz des „Museo della civiltà contadina“ (Museum für bäuerliche Kultur).
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